Beziehungen: Geheimnisse einer stabilen Partnerschaft

Selbstverwirklichung in einer Partnerschaft oder Ehe. Freiheit und Verantwortung, Erwartungen und Vorwürfe, Zweifeln statt Vertrauen, Interpretationen und die Folgen, Gedanken und Gefühle. Alles Faktoren, die das Fundament einer Beziehung von mindestens zwei Personen ins Wanken bringen können. Ihr seid in einer unglücklichen Beziehung und findet keinen Ansatz um die Lage zu verändern?Ihr streitet mehr, als dass ihr von offener Kommunikation und

Freiheit und Verantwortung, Erwartungen und Vorwürfe, Zweifeln statt Vertrauen, Interpretationen und die Folgen, Gedanken und Gefühle. Alles Faktoren, die das Fundament einer Beziehung von mindestens zwei Personen ins Wanken bringen können.

  • Ihr seid in einer unglücklichen Beziehung und findet keinen Ansatz um die Lage zu verändern?
  • Ihr streitet mehr, als dass ihr von offener Kommunikation und einem miteinander sprechen könntet?
  • Das Vertrauen in den Partner ist nicht mehr da – und jetzt?
  • Die gegenseitigen Vorwürfe hast du satt?
  • Egal was du schon probiert hast, es war nie der „richtige“ Partner oder die „passende“ Partnerin dabei?
  • Immer zieht es dich zu den gleichen Typen von Mensch und jedesmal endet es bevor es sich richtig entwickeln konnte?
  • Du fühlst dich regelrecht gefangen und eingeengt in deiner Beziehung?

Trifft eines der Punkte auch auf dich zu? Lese weiter und finde heraus, ob ein Paar-Coaching oder ein Life-Coaching vielleicht das passende für dich oder euch ist.

Das Fundament einer guten Beziehung

Erst wenn ich weiß, wer ich bin, kann ich dir sagen, ob wir zusammenpassen. Oder sollte es besser heißen: Darum prüfe, wer sich ewig bindet?

Ich bin ja davon überzeugt, dass der schlimmste Glaubenssatz einer Ehe ist das Eheversprechen: „Bis dass der Tod euch scheidet“. Es geht hier um eine lebenslange Verbindung und viele Paare hindert dieser Satz eine Beziehung, die nicht funktioniert wieder aufzulösen. Dann kommt der Vorwurf: „Du hast mir doch dein Versprechen gegeben…!“ oder das schlechte Gewissen plagt einen und der erste Schritt wird erst gar nicht getan.

Ja, das mag ja alles sein, doch man lebt nur ein Leben un die Lebenszeit ist begrenzt.

Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe selbst dieses Gelübte vor vielen Jahren abgelegt, war über 15 Jahre verheiratet und habe mehrere Jahre damit gehadert mich von meinen damaligen Mann zu trennen. Im Unterbewussten kamen dann Stimmen, die sagten: „Das kannst du nicht machen, du hast es doch versprochen!“ Oder „In guten wie in schlechten Zeiten, das wird schon wieder und das haben auch andere schon geschafft.“ Nur um welchen Preis? Die Zeiten haben sich stark verändert – wir haben uns verändert.

Ich selbst komme aus einer großen Familie und bin ein Scheidungskind. Meine Eltern waren 35 Jahre verheiratet und haben sich, als ich 18 Jahre alt war getrennt. Mein Traum war immer eine intakte Familie zu haben und dass alles wie im Film verläuft. Die Realiät sieht jedoch ganz anders aus. Ein Leben mit jemanden zu teilen, ist keine einfache Aufgabe und lernen kann man nur durch Erfahrungen und Reflexion. Das ist zumindest meine Einstellung. Wie fühle ich mich in der Beziehung, wie glücklich bin ich, welche gemeinsamen Interessen verfolgen wir? Was hält unsere Ehe aus? Welche Werte sind uns wichtig und kennen wir diese überhaupt?

So viele Fragen ergeben sich im laufe einer langjährigen Beziehung und wenn es dann vorbei ist, möchte man den gleichen Fehler auf keinen Fall nocheinmal machen. „Beim nächsten muss es besser werden“ oder „Das wird mir kein zweites Mal passieren“ habe auch ich damals gedacht.

Heute lebe ich in einer sehr glücklichen und zufriedenen Beziehung, lebe wieder mit einem Partner zusammen und habe in der Pause, in der ich allein gelebt hatte viel an mir gearbeitet und auch als es sich abzeichnete, dass ich wieder eine feste Bindung eingehe, sehr wohl ausgetestet, ob es eine Partnerschaft auf Augenhöhe wird oder nicht. Ganz wichtig waren dabei die Werte, die wir uns selbst und der Beziehung zugeschrieben haben. Und wir haben immer wieder gemeinsam an uns und doch auch jeder an sich gearbeitet und uns weiterentwickelt.

Eine ganz essentielle Voraussetzung für die funktionierende, neue Beziehung war die Kommunikation. Über alles reden können und dem anderen seine Freiheit lassen, Freiheit in Verantwortung. Das ist wichtig und ein wichtiger Baustein im Fundament einer intakten Beziehung.

Kontaktiere mich gerne, wenn du Fragen hast oder Unterstützung suchst.

Kommunikation – Die Kunst miteinander reden zu können

So einfach das kingt, so schwer ist es in der Umsetzung. Es gibt Menschen, die sind nicht immer gleich aufgeschlossen und reden über alles. Die einen brauchen einen Gesprächspartner um sich mitzuteilen, andere wiederum machen alles erstmal mit sich selbst aus und erst wenn sie mit sich im reinen sind, öffnen sie sich dem anderen gegenüber. Und auch nur, wenn das Vertrauen zueinander gegeben ist.

Ein weiteres Hindernis kann die Angst sein oder unsere Prägungen aus der Vergangenheit.

Mit Angst meine ich die Angst vor den Konsequenzen, wenn man ein Thema anspricht. Was könnte der andere dazu sagen? Was, wenn er oder sie mich nicht versteht? Was, wenn die Reaktion unberechenbar wird? Aber auch Ängste vom Gegenüber nicht verstanden zu werden, weil man vielleicht nicht die richtigen Worte findet um zu sagen, was man eigentlich sagen möchte. Alles Punkte, die uns eher hindern können in eine offen Kommunikation und Austausch mit dem Partner zu gehen.

Prägungen spielen eine ganz wesentliche Rolle in diesem Zusammenhang, denn sie sind, sofern sie nicht erkannt werden sehr mächtig und können zu einer richtigen Blockade oder Hindernis werden. Doch hierzu möchte ich erst einmal erklären, was Prägungen überhaupt sind und bedeuten:

Eine Prägung im herkömmlichen Sinne, ist eine Art Gravur.

In der Verbindung mit unserem Verhalten und Denken sind es jahrelang einstudierte und sich immer wiederholende Sätze oder Erfahrungen, die wir gemacht haben. Diese prägen sich sozusagen im Unterbewussten ein. Das beginnt schon, wenn wir noch klein sind. Wir orientieren uns an unseren Bezugspersonen, die wir haben und glauben das, was sie uns sagen oder wie sie uns erziehen. Es gibt hier kein Vergleich in diesem Kleinkindalter, nur ein spüren oder lernen, was scheinbar richtig oder falsch ist.

Wenn wir dann im Laufe der Zeit unsere neuroplastischen Verbindungen im Gehirn aufbauen sind das zunächst nur schwache Verbindungen, die wenig genutzt werden. Ich nenne diese hier „Feldwege“. Sie entwickeln sich jedoch bei ständingen Wiederholungen, zu regelrechten „Autobahnen“, d.h. sie werden viel genutzt. Was die Auslöser sind, ob das nun die Neigungen sind oder die Prägungen, erkennen wir gar nicht mehr, und dass wir diese nicht selbst gebaut haben sondern von anderen gebaut wurden unterscheidet das Gehirn nicht.

Zugegeben, das ist nun sehr abstrakt dargestellt, aber zeigt ganz gut in bildhafter Sprache, wie wir unsere Glaubenssätze entwickeln – die eigenen und die anderer. Später, erinnern wir uns sozusagen wieder an das was wir einmal „gelernt“ haben und glauben es noch immer ohne es erneut zu hinterfragen.

Mit Neigungen sind unsere Veranlagungen und unsere Talente gemeint.

Was wir gut können und was uns leicht fällt. Nun wissen wir aber gar nicht mehr, wie wir diese voneinander unterscheiden können, denn beide lösen in uns Gefühle aus. Das Unbewusste unterscheidet dabei nicht, ob es eine Neigung oder ein Prägung ist, sondern nur: „kenn ich schon“, oder „kenn ich noch nicht“ bzw. bewertet es mit „mag ich“ oder „mag ich nicht“. Leider ist es so, dass alles, was in die spontane Reaktion einfließt irgendwann einmal angelegt oder gelernt wurde und dann wie ein Automatismus abläuft.

Was meine ich mit Automatismus? Ein Automatismus findet immer dann statt, wenn wir etwas tun, ohne darüber nachdenken zu müssen. Damit das gelingt bedarf es jedoch einer „Autobahn“. Alles was im Gehirn zu einer starken neuronalen Verbindung wurde, läuft sozusagen automatisch ab. Und weil es automatisch, wie ein Autopilot abläuft merken wir oft gar nicht mehr, dass es ja auch noch Alternativen geben könnte.

Doch zurück zur Kommunikation. Prägungen und Neigungen haben durchaus Einfluss auf die Kommunikation mit unserem Partner. Je nach Veranlagung sind wir diejenigen, die über alles reden können und auch wollen oder diejenigen, die nur denken aber nicht aussprechen, was sie denken. Und da liegt das Problem. Wie soll ich denn wissen was der andere denkt, wenn er oder sie es mir nicht mitteilt? Bezogen auf unsere Wahrnehmung bleibt dann nur noch die Interpretation, von dem was wir wahrnehmen und das sind Körpersignale, Mimik, Gestik, die Körpersprache und das interpretieren wir dann nach unseren Erfahrungen, die wir gemacht haben.

Fatal, denn hier steckt ein rießiges Potential der Fehlinterpretation.

Und wenn wir uns dann nicht trauen, Dinge anzusprechen, bleibt es bei dem, was ich über das, was ich wahrnehme denke und spreche nicht darüber. Meist erst wenn es dann eskaliert und dann können schon mal Sätze fallen, wie: „ich dachte, du…“ oder „ich war der Meinung, dass…“. Und dabei wäre die Lösung so einfach.

Wenn wir etwas sehen und interpretieren oder auch gesagt bekommen, lohnt es sich das zu hinterfragen. Zum Beispiel mit der Frage: „Wie hast du das gerade gemeint?“ oder „Habe ich das gerade richtig interpretiert, es ist dir wichtig…“ oder „Was meinst du mit …?“ Alles hilfreiche Fragestellungen, um der Interpretation vorzubeugen. Denn wenn ich dann eine Antwort bekomme, kann ich immer noch entscheiden, ob ich es genauso gesehen habe oder nicht. und wenn nicht, dann lohnt es sich auch hier weiter in die Diskussion einzusteigen.

Ja – dem einen fällt das leicht dem anderen weniger. Wenn ich aber weiß, wie mein Partner tickt und ich verstanden habe, dass er vielleicht der Typ ist, der mehr in sich gekehrt ist als ich oder der sich nur mitteilt, wenn er oder sie gefragt wird, dann hat die Beziehung bezogen auf die Kommunkation einen rießen Vortschritt gemacht. Missverständnisse können reduziert und das Verständnis für einander gestärkt werden.

Was hier auch wieder hilft ist das Unbewusste sichtbar zu machen.

Zum Beispiel mit dem iTYPE Persönlichkeitstest. Der zeigt mir die Neigungen und wie ich ticke und wenn beide den machen, weiß ich auch wie mein Partner tickt. Das ist dann die große Chance eine Basis für eine gute und gelungene Kommunkation zu schaffen. Ein Coaching kann das sehr gut unterstützen und mit den Beispielen, die das Paar mitbringt oder auch mit den richtigen Fragen, kommt viel Licht in die Beziehung und vieles wird klarer.

Und was ist mit der Fernbeziehung, die viel über das digitale Medium abläuft?

Hier ist es meines Erachtens noch wichtiger die Kommunikation zu hinterfragen. Nehmen wir nur mal das Medium WhatsAPP, es lässt unendlich viel Interpretationsspielraum und kann sogar dazu führen, dass eine Basis zerstört oder nicht mehr möglich wird. Dann kommen schon auch die ersten Vorwürfe und ein wilder Chat kann entstehen. Ein Missverständnis am anderen und jeder der schon einmal dieses Medium als Hauptkommunikationsmittel genutzt hat, weiß, es raubt auch unendlich viel Zeit und macht fast schon „süchtig“. Und wenn der Partner auch noch ein Kontrollfreak ist, dann potenziert sich das sogar noch.

Loslassen können – Freiheit in Verantwortung

Loslassen – dem anderen Raum geben. Schon das ist für viel Paare schwierig. Da gibt es die einen, die immer wissen wollen, was der andere macht. Für den Partner nicht immer einfach, denn es fühlt sich an wie eine Fessel, oder eine Leine, die wie ein imaginäres Band den Partner festhält.

Loslassen können nur die, die vertrauen zu einander haben oder in einer offenen Beziehung leben, die dem andern den Raum gibt, den sich derjenige wünscht. Doch das ist nicht einfach, wenn man zum Beispiel zu Eifersucht neigt oder wenn ich glaube ohne den anderen nicht leben zu können. Der der nicht loslassen kann hat meinst Angst die Kontrolle zu verlieren.

Das kann im extemen Fall sogar dazu führen, dass eine Co-Abhängigkeit entsteht.

Der eine Partner ist so abhängig vom anderen, dass dieser glaubt nichts mehr alleine bewältigen zu können. Wenn es dann zu Problemen kommt, wird der Partner verurteilt und zum Täter gemacht und ich selbst bin ja das Opfer. Denn er oder sie ist schuld, dass es mir nicht mehr gut geht. Das kann im extremen Fall dazu führen, dass der Partner oder die Partnerin regelrecht ausbricht und kampfhaft das Weite sucht und ständig nach Auswegen sucht aus der Situation fliehen zu können. Manche berichten zum Beispiel: „Wenn ich weg bin, dann kann ich endlich wieder aufatmen oder dann fühle ich mich richtig frei“.

Ich selbst war einmal in solch einer Situation und habe es gar nicht mehr gemerkt, dass ich dem anderen die „Freiheit“ raube.

Ständig fragte ich nach, wollte wissen wo er ist und mit wem er sich trifft und war in jeder noch so kleinen Nachricht skeptisch. Sagt er mir auch die Wahrheit? Das ist ein schleichender Prozess und auch hier gilt viel reflektieren, dem anderen Vertrauen schenken und ganz wichtig: „Darüber reden!“ Dazu gehören allerdings immer zwei, das heißt der andere muss auch bereit sein reden zu wollen und hier zeigt sich auch schnell, welche Rolle wieder Werte spielen.

Im Coaching kann ich das sehr schön Schrittweise aufbauen: Zu allererst ist einmal wichtig, welche Werte leben beide in der Beziehung, welche sind hoch angesiedelt, welche weniger wichtig und vor allem warum. Auch die Begrifflichkeiten der festgelegten Werte müssen klar sein. Meinen wir als Paar auch das gleiche mit dem Wert? Und letztendlich: Welche Werte decken sich und welche nicht? Bin ich bereit diese zu tolerieren, auch wenn ich andere Werte bevorzuge?

Nachdem das Thema Werte erarbeitet ist, kommt der nächste Level: Welche Typ von Mensch bin ich und welcher ist mein Partner? Wie ticken wir und was ist „homogen“ und was „heterogen“ in den Eigenschaften, der Wahrnehmung, der Entscheidungsfindung und des Lebensstiles. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten doch auch hier gilt. Wenn ich es erkannt habe, kann ich mich entscheiden, daran etwas zu ändern oder auch nicht. In jedem Fall gibt es dann wieder neue Möglichkeiten. Eine Beziehung wächst mit den Herausforderungen und mal ganz ehrlich: Wollen wir eine Beziehung, die immer „allglatt“ läuft? Darf man sich nicht auch mal aneinander reiben und etwas ausdiskutieren?

Freiheit in Verantwortung bedeutet viel Vertrauen und Toleranz.

Mit Freiheiten meine ich auch Dinge ohne den Partner machen zu können und dürfen. In Verantwortung heißt genau dieses Vertrauen, das mir der andere gibt nicht zu misbrauchen.

Freiheitsliebende Menschen wollen sich nicht „fesseln“ oder „einsperren“ lassen. Wenn man das dennoch tut, dann brechen sie aus und suchen sich Wege ihre Freiheit sich zu nehmen. Das kann ein Vorwand sein, oder auch ein Geheimnis, das man dann gerne für sich behält. Nur blöd, wenn der Partner das erkennt und skeptisch reagiert. Das triggert regelrecht und die Kontrolle könnte noch heftiger werden. Hier kann es dann zu starkem Mistrauen kommen,was das Gegenteil von Vertrauen wäre. Und aus Toleranz kann Kontrolle werden. Beides nicht förderlich für eine gesunde und gut laufende Beziehung.

Der Schlüssel ist auch hier die Kommunikation.

Je mehr wir lernen über unsere Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, desto eher kann es uns gelingen eine stabile, intakte und auf Augenhöhe basierende Beziehung zu führen. Wenn ich weiß, was mein Parnter möchte und ich bereit bin, dies zu tolerieren und vielleicht sogar mir selbst damit Freiheiten schaffen kann, dann ist es doch eine Win-Win-Beziehung. Hauptsache ich komme aus dem „Denken-Modus“ und dem „Interpretationsmodus“ heraus. Denn was sichtbar ist kann angeschaut werden und es können konstruktive Lösungen gefunden werden, bei denen beide Parteien Gewinner sind.

WIR – ein starkes Team

„Gegensätze ziehen sich an?“

„Was mich am Anfang an dir so gereizt hat, reizt mich heute bis aufs Blut.“

„Toll, wir haben so viel gemeinsam – wir sind doch ein perfektes Paar.“

Diese Sätze kennt jeder. Doch was bedeuten sie? Hierzu möchte ich auf jeden der 3 Sätze einzeln eingehen:

Gegensätze ziehen sich an.“ Ja, das stimmt. Doch Gegensätze können auch zu einem extremen Faktor in der Beziehung werden. Ich kann es so sehen: Das was ich nicht habe, hat mein Partner und ich finde das gut, das ergänzt sich super. Ich erkenne das Potential das wir beide gemeinsam haben können. „Du bist perfekt im Organisieren“ oder „Das überlasse ich lieber dir, da weiß ich, ich kann mich darauf verlassen“. Das ist eine Variante.

Die andere wäre folgende: „Immer du mit deinem Perfektionismus“ oder „Schrecklich diese chaotische Art und Weise, die du an den Tag legst.“ – Fällt dir was auf? Genau! Es sind ganz unterschiedliche Wahrnehmungen und Haltungen, die hier eine große Rolle spielen. Lasse ich zu, dass der andere in manchen Dingen einfach besser ist? Akzeptiere ich die Stärken meines Partners und machen wir sie uns zu nutze? Oder schmeißen wir uns die Bälle zu, bis einer der Verlierer ist?

Beide Varianten finden wir in unzähligen Beziehungen und Partnerschaften. Immer die gleichen Muster, selten werden sie aus der Metaebene betrachtet und analysiert. Dabei wäre das relativ einfach. Der iTYPE-Profiler zeigt mir wo wir im Unbewussten Gemeinsamkeiten haben und wo nicht. Habe ich das einmal verstanden und weiß, wie ich es uns zu einer Stärke machen kann, dann hat die Beziehung ein enoremes Potential. Sie wird zudem nie langweilig, weil es immer wieder Situationen gibt, zu denen es sich lohnt auf das Ergebnis des Tests zu schauen. Gemeinsam mit einem Coach kann so das Muster analysiert und mit den zu dem Paar passenden Methoden aufgelöst werden. Mit jeder neuen Situation, der man sich dann im laufe der Zeit stellt, wird es besser. Die Reaktionen bewusster und die Handlungen lösungsorientierter.

„Was mich am Anfang an dir so gereizt hat, reizt mich heute bis aufs Blut.“ – Das könnte auch so interpretiert werden: „Liebe macht blind“. In der ersten Phase der Verliebtheit wollen wir uns von der tollsten Seite zeigen und verdrängen Gefühle, die diese tolle Verliebtheit wieder zerstören könnten.

Nach einiger Zeit kommt jedoch Routine in die Beziehung und der Alltag hat uns wieder im Griff.

Die Schmetterlinge sind weg und satt dessen wird der Liebe häufig zu wenig Raum gegeben. Die Zweisamkeit lässt nach und der Reiz am anderen, weil man sich ja schon in und auswendig kennt. Eine ganz große Gefahr lauert auch hier, wenn ich mir nicht bewusst mache, auf wen ich mich eingelassen habe. Das soll nun nicht heißen, die Phase der Verliebtheit brauchen wir gar nicht, ganz im Gegenteil. Sie gibt Kraft, beflügelt und macht glücklich.

Doch wie können wir das auch über die Verliebt-Phase hinaus aufrecht erhalten?

Indem wir den anderen wertschätzen, so annehmen wie er oder sie ist und wieder viel miteinander über Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche reden. Es läuft immer wieder auf das Gleiche raus: Die Kommunikation und die Wahrnehmung des Gegenübers. Will ich das oder will ich das nicht? Ist es mir wichtig oder nicht? Was ist mir die Beziehung „wert“? Was ist mein Ziel und was ist unser gemeinsames Ziel? Und wie können wir es als Team und Paar erreichen? Das sind alles Fragen, die sich jede Parnterschaft stellen sollte.

„Toll, wir haben so viel gemeinsam – wir sind doch ein perfektes Paar.“ Ja da ist sie wieder die Harmonie. „Es läuft total harmonisch bei uns ab“ – „Streit gibt es bei uns nicht“ – „Wir machen alles gemeinsam, weil wir uns so ähnlich sind“. Auch hier gibt es noch viele weitere typische Sätze, die ich immer wieder in meinen Coachings höre. „Warum sind sie dann hier“ frage ich logischer Weise, wenn sich ein Paar zu mir ins Coaching begibt. Häufig stellt sich dann heraus, dass es an dem gewissen „etwas“ fehlt. Sei es die Abwechslung, das Abenteuer oder kurz gesagt: Die Veränderung.

„Wir haben uns auseinander gelebt“. Wie kann das sein, wo doch alles so harmonisch war oder ist? Das kann sehr wohl passieren, denn gerade weil es zu harmonisch war, kommt nicht selten auch Langeweile in der Beziehung auf. Sex findet kaum mehr statt, die Unternehmungen werden weniger, die gemeinsamen Verabredungen nerven sogar manchmal. Das liegt daran, dass das Bedürfnis nach Harmonie extrem gestillt ist und das andere Bedürfnis nach Abenteuer und Abwechslung sich durch Unlust bemerkbar macht.

Auch hier besteht schnell die Gefahr in einem anderen Menschen außerhalb der Beziehung oder Ehe, den Reiz am anderen wieder zu entdecken, bis hin zu: die oder der ist so toll – einfach anders und törnt mich total an. Hier lohnt sich auch der Blick auf die Typenprofile im ersten Schritt: Auf welcher Ebene sind wir zu ähnlich und was brauchen wir um die Beziehung in Balance zu halten, ohne uns zu langweilen oder den anderen zu verlieren?

Was braucht jeder einzelne in der Partnerschaft und was bin ich bereit ihm zu geben oder ihm zu gewähren?

Auch das sind ganz wichtige Fragen deren Antworten in einem Coaching sehr gut auf den Grund gegangen werden kann – und ganz wichtig: Bevor es zu spät ist. Denn wenn eine Beziehung sich so sehr auseinander dividiert hat, dass nichts mehr für den anderen „brennt“, dann kann auch kein Feuer mehr entstehen und wieder entfachen. Das wäre doch schade, oder nicht?

Zusammenfassung und mein Angebot

Nachdem du nun einiges über Beziehungen gelesen hast, lade ich dich ein, deine Beziehung zu deinem Partner oder Freundin einmal zu überprüfen.

  • Wo steht ihr?
  • Wie kommuniziert ihr miteinander?
  • Was findet ihr toll an eurer Beziehung und was nervt euch?
  • Was sind eure Werte und welche Ziele oder Visionen habt ihr noch?

Ich biete euch gerne meine Unterstützung an und begleite euch mit einem Paar-Coaching  auf eurer Reise.

Ich bin glücklich geschieden und in einer pantastischen neuen Partnerschaft, die ich so nicht hätte, wenn ich mich und mein Partner diesen Fragen nicht gewidmet hätte. Wir haben uns viel gegenseitig und mit Hilfe anderer reflektiert und tun das auch heute noch. Stillstand ist Rückschritt und uns ist die Beziehung viel zu wichtig. Wir respektieren uns und geben uns die Freiheiten, die jeder braucht – eben in Verantwortung und haben gelernt miteinander zu kommunzieren.

Das war kein leichter Weg, aber ein Weg, der sich auf jeden Fall lohnt zu gehen.

Auch wenn wir ganz unterschiedliche Typen sind, so ergänzen wir uns richtig gut, denn das was meine Stärke ist, kann ich in die Beziehung einbringen und umgekehrt. Doch auch das gelingt nur mit der offenen und vertrauensvollen Kommunikation.