Ausgrenzung – die, die dem Mainstream nicht entsprechen

Früher als Schülerin – und das ist schon wirklich lange her – kannte ich den Begriff Mobbing noch gar nicht. Damals sprach man von Ausgrenzung – Aussenseiter sein – nicht gut genug zu sein. Das war auch ich – ein Aussenseiter, ausgegrenzt und – wie ich irgendwann glaubte – nicht gut genug, um dazugehören zu dürfen. 

Heute spricht man von Mobbing 

Heute spricht man von Mobbing oder nicht anpassungsfähig zu sein, wenn man einfach anders ist als andere. Dabei ist doch gerade das so spannend und interessant an uns Menschen – die Andersartigkeit. Jeder ist so wundervoll gemacht, jeder hat seine ganz besonderen Talente und Stärken und hat nur leider oft diese „abtrainiert“ bekommen mit Sätzen wie: „dafür bist du zu dumm“ oder „das schaffst du sowie so nicht“ oder „ich mach das besser selbst, denn du bekommst das eh nicht hin“. Ich bin überzeugt jeder von uns hat einen dieser Sätze, die sich tief in unser Leben eingebrannt haben und glaubt viel zu wenig an sich und passt sich lieber an um „den Anderen“ zu gefallen.

Es gibt kein gut und schlecht – kein richtig oder falsch 

Dabei gibt es kein richtig und falsch, kein gut und schlecht, wenn es um unsere eigene Persönlichkeit geht. Der eine ist Intellektuell, der andere sehr sportlich, der andere wiederum ruhig oder total aufgeweckt im Wesen. Doch wer gibt uns das Recht zu sagen, was richtig und was nicht richtig ist? Nur wir selbst wissen, was wir sind und es liegt an uns, ob wir etwas daraus machen. 

Alles ist für etwas gut…

Es gibt so viele Wege sich selbst zu finden und jeder der sich bereits auf die Reise gemacht hat, wird mir das bestätigen: Es gibt wundervolle Momente und dann auch wieder sehr schmerzhafte und traurige Momente, doch am Ende hat doch alles immer etwas Gutes. Wir würden uns gar nicht weiter entwickeln, wenn wir immer Mainstream wären, wenn alles glatt laufen würde und wir keine Herausforderungen mehr zu leisten hätten. 

ich bin daher der Meinung: jede Herausforderung, jede Erfahrung, die wir machen ist gut, denn jeder – wirklich jede – bringt uns weiter. 

Meine Schulzeit verurteile ich nicht mehr – sie war ein Geschenk des Lebens

Auch meine schwere Schulzeit verurteile ich heute nicht mehr, sondern sehe sie vielmehr als ein Geschenk, denn dadurch hatte ich es nicht leicht, dafür wahnsinnig viel gelernt, was mir heute, viele Jahre später erst bewusst geworden ist. Es war gut – nicht Mainstream zu sein – sondern so wie ich bin, denn das zeichnet mich aus, das hat mich an den Herausforderungen im Leben wachsen lassen und zu dem Mensch werden lassen, der ich heute bin.

Habt Mut, anders zu sein. Werdet aktiv, wenn ihr etwas verändern wollt. Und bleibt aber immer ihr selbst!